Badewannenregatta des CVJM Brückenschlag Nord-Ost in Ratzeburg

Um 10.15 Uhr ging es los: Die Fahrzeuge aus Südangeln, Kiel, Rostock, Slate und Wittenburg rollten am 4. Juli 2015 mit 45 jungen Leuten auf die Surferwiese am Ratzeburger See. Auf den Anhängern: Selbstgebaute Wasserfahrzeuge. Alle Teams hatten in mehreren Treffen Holz zurecht gesägt und zusammen geschraubt, Plastikfässer verklebt und festgezurrt, eine alte Badewanne gefunden und eingebaut (CVJM Kiel) und den Fahrzeugen ein fantasievolles Aussehen verpasst.

 

Nachdem Volker Golm zu Beginn die Andacht über die Sturmstillung (Markus 4, 35-41) und ein Gebet für die Veranstaltung gesprochen hatte, erklärte Roland Heuer die Spielregeln der Regatta. Dann ging es auch schon zur 1. Wertungsprüfung: Von einer Jury wurden Originalität, Outfit, Technik und Raffinesse bewertet. Sieger wurde das Team vom CVJM Rostock mit 23 von 25 möglichen Punkten. Es darf sich nun mit dem Ehrentitel „Der Extravagante“ schmücken.

Inzwischen hatte das Boot der DLRG Ratzeburg die Regattastrecke mit Bojen markiert. Um 12.30 Uhr konnte Kerstin Ohlsen vom Vorstand des CVJM Brückenschlag das Startsignal zur 2. Wertungsprüfung geben. Das Team Rostock setzte sich gleich zu Beginn deutlich ab, nur das Team Wittenburg konnte eine Zeit lang den Anschluss halbwegs halten. Dann folgten die Fahrzeuge aus Kiel und Südangeln. Die Equipe aus Slate hatte mit ihrem Gefährt aufgrund eines Materialschadens ziemlichen Tiefgang und kam nur mühsam voran. Die Teams sind dann auch in dieser Reihenfolge mit recht deutlichen Abständen ins Ziel gepaddelt. Slate hat noch ziemlich lange auf sich warten lassen, wurde aber kräftig von den anderen Gruppen angefeuert und dann herzlich im Ziel begrüßt. Der CVJM Rostock hatte seinen zweiten Ehrentitel mit dem Namen „Der Ruhmreiche“ gewonnen.

Nun war eine Stärkung angesagt. Die von Matthias Grosser gegrillten Würstchen und die bereitgestellten Getränke fanden reißenden Absatz. Die jungen Leute nutzen die Pause zum Baden und zum Chillen auf ihren und den Fahrzeugen der anderen Teams. Hierbei wurde besonders der verbindende Charakter des Sportereignisses deutlich. Die Gemeinschaft und die Gespräche mit den jeweils anderen Teams kamen in Gang.

 

Dann wurde die 3. Wertung gestartet. Wie viel Kilogramm Zuladung konnte jedes Boot tragen? Menschen wurden gewogen und auf Anweisung eines Teammitgliedes auf das jeweilige Gefährt platziert. Je tiefer der Rumpf des „Schiffes“ im Wasser versank, desto höher wurde die Spannung. Alle gingen bis an die Grenze des Möglichen. Aber gegen den riesigen Katamaran des CVJM Wittenburg hatten die anderen Teams keine Chance. 2,4 to Zuladung bedeuteten den 1. Platz und den Ehrentitel „Der Bärenstarke“.

 

Zum Abschluss wurde außer Konkurrenz noch ein Tauziehen per Boot durchgeführt, das zweimal vom Team Rostock gewonnen wurde.

Kerstin Ohlsen konnte dem CVJM Rostock den Wanderpokal „Der Goldene Wasserhahn“ überreichen. Als Organisator Friedemann Kretzer allen Beteiligten, besonders den drei Ideengebern Roland Heuer, Friedrich Appel und Volker Golm, der DLRG und dem CVJM Freizeit- und Segelzentrum für alle Unterstützung dankte und anschließend ein Stimmungsbild erfragte, war klar, die Badewannenregatta des CVJM soll auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.

 

Friedemann Kretzer, Bordesholm


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