Rückblick Seminar: Wie treffe ich die richtige Entscheidung?

Gleich zu Beginn des Jugendbildungsseminars in Slate gab es eine „schwierige“ Übung: ‚Wo und was hast du heute entschieden; was haben andere über und für dich entschieden?’ Die elf jungen Teilnehmenden dachten nach und notierten ihre Antworten. Klar wurde: Entscheidungen treffen zu können, macht einen Teil unserer Menschenwürde aus. Allerdings wurde auch deutlich, dass junge Leute noch Entscheidungshilfe benötigen. Gut ist, wenn mit zunehmender Reife immer mehr Entscheidungen in die Eigenverantwortung übergehen können. Spannend zu hören war, was die einzelnen Jugendlichen entscheiden dürfen und wo sich z.B. Eltern die Entscheidung bzw. ein Mitspracherecht vorbehalten haben. Diese Übung wurde von einigen Entscheidungsspielen und einer Geschichte ergänzt.


Am nächsten Morgen schilderte Christian Feilcke, Schulsozialbetreuer in Rostock und ehemaliger CVJM Landessekretär in Mecklenburg, Entscheidungssituationen biblischer Menschen. Er erläuterte, dass Gott den Menschen einen Entscheidungsfreiraum zugemessen habe, der genutzt werden dürfe. In Gruppen konnten dann die Teilnehmenden die Entscheidungsprozesse biblischer Menschen erarbeiten und im Plenum präsentieren.
 

Im folgenden Block ging es um die Schwierigkeiten von und mit Entscheidungen. Sabrina Abe, FSJlerin im CVJM Kiel, erläuterte die Gründe dafür. Vor allem würden viele junge Leute von der Angst bzw. Sorge getrieben, ob eine bestimmte Entscheidung die richtige sei und welche Folgen diese dann habe. Auch stelle sich die Frage, wie unbeeinflusst und frei wir bei unseren Entscheidungen sind. Es folgte die Darstellung einiger psychologischer Grundtypen und des für die jeweilige Person typische Entscheidungsverhaltens.

 

Im großen Nachmittagsblock wurde dann erarbeitet, wie man gute Entscheidungen trifft. Friedemann Kretzer, CVJM-Landessekretär des CVJM Brückenschlag Nord-Ost, wollte mit dieser Einheit die Teilnehmenden zu Entscheidungen ermutigen und ihnen für die Entscheidungssituation und –findung einige Hilfsmittel aufzeigen. Zunächst listeten alle die persönlichen Merkmale und Kompetenzen auf, die eine reife und tragfähige Entscheidung erst ermöglichen. Dann wurde das weite Feld der bewussten und unbewussten Entscheidungen ausgebreitet. Schließlich wurde eine Reihe von Methoden zur Entscheidungsfindung vom gesamten Team vorgestellt und teilweise ausprobiert.

Der Tag wurde abgerundet mit dem Film „Mr. Smith geht nach Washington“ – ein Mann entscheidet sich, in die Politik zu gehen und erlebt sein blaues Wunder.

 

Am Sonntagmorgen gab es einen vom Seminar vorbereiteten Entscheidungsgottesdienst. Anschließend wurden öffentliche Entscheidungswege in Kommunen und die Mitwirkungsmöglichkeiten von jungen Menschen geschildert. Das Seminar endete mit einer ausführlichen Reflexion. Dabei wurde deutlich: Die Gemeinschaft während des Wochenendes war sehr gut gewesen und die Teilnehmenden konnten viele gute Impulse und Methoden mit nach Hause nehmen. Ein „dickes“ Dankeschön ging an den Kinder- und Jugendplan des Bundes, der über die Ev. Trägergruppe Berlin und die AEJ in Hannover diese Seminare großzügig fördert.


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