Bilder und Bericht vom Seminar in Slate

Landkarte gesucht! – Für die Seele.

 

Ein funktionierendes Navigationssystem ist sehr hilfreich um auf deutschen Straßen den Weg zum Ziel zu finden. Diese Erfahrung haben einige Seminarteilnehmer bereits auf der Hinfahrt gemacht. Nur: Was tun, wenn die Technik versagt? Dann wäre die gute alte Landkarte eine Alternative. Ob mit oder ohne: Irgendwann im Laufe des Abends des 27.09.2013 haben 11 Teilnehmende und unsere zwei Leiter, Susanne Thiesen und Friedemann Kretzer, den Weg nach Slate ins Pfarrhaus gefunden.

Doch nicht nur auf den Straßen ist es sinnvoll sich zurechtzufinden, so ging es dieses Wochenende um die „Landkarte der Seele“, darum wie wir Menschen ticken und wie wir uns in unserer Persönlichkeit zurechtfinden können. Dazu hatte jeder Teilnehmer vor dem Seminar einen Fragebogen ausgefüllt, den Susanne Thiesen für uns ausgewertet hatte. Unsere „Ergebnisse“ bekamen wir dann Samstag Mittag ausgeteilt.

Erntedankfest in der Kirche zu Slate
Erntedankfest in der Kirche zu Slate

Aber um mit Sätzen wie „Du bist ja ein INFP!“  oder „Typisch E“ etwas anfangen zu können, hat uns Susanne vorher den nötigen theoretischen aber anschaulichen Input gegeben und uns einen Einblick gewährt in die unergründlichen Tiefen der menschlichen Person. Es ging um den MBTI (Myers-Briggs-Typen-Indikator), der dazu dient bevorzugte Verhaltensweisen festzustellen. Am Ende gibt es einen 4-Stelligen Buchstabencode. Dass es dabei nicht darum geht, welcher „Typ“ besser oder schlechter ist, wurde uns gleich zu Beginn eingeschärft. Und das haben wir auch erlebt. Bei Fragespielen kam sehr gut zum Ausdruck, warum und wozu man die „anderen“ also z.B. ein “J“ (einer, der eher gerne alles durchplant) ein „P“ (ein eher spontaner Typ) brauchen kann.


Um Zusammenarbeit im Team ging es dann auch bei verschiedenen, abwechslungsreichen Spielen und Übungen. So hat z.B. eine Kleingruppe nach einem Modell aus dem MBTI erarbeitet, wie sie in einer neuen politischen Partei die Notwendigkeit einer Jugendorganisation erklären und ihre Gründung vollziehen könnte.


 Am Nachmittag begaben wir uns dann auf den Weg der Suche nach unseren bevorzugten „Jesusbildern“, was hat er damit zu tun? „Alles ist in ihm“ war die Antwort. Jesus ist für jeden Menschen da und er geht auf jeden ein. Er ist in mir. Manche berührt er. Andere spricht er an. Er kommt als gerechter Richter und gleichzeitig liebt er mich. Diese verschiedenen Seiten von Jesus waren dann auch Gegenstand des Erntedankgottesdienstes, den wir  im Seminar vorbereitet hatten. Der Gottesdienst in der Slater Pfarrkirche war wohl ein Highlight des Wochenendes. Sonntag Nachmittag trennten sich unsere Wege wieder. Was bleibt ist die Erfahrung, dass wir zusammen mehr erreichen können, uns dazu aber immer wieder bewusst machen sollten, wer wir selbst sind.

 

Paula Hofmann


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